KHÔRA

KHÔRA – wohl kaum ein Begriff aus der Naturphilosophie Platons hüllt sich in mehr Mysterien als dieser. Er öffnet einen Ort der Möglichkeiten  auf der Grenze von Ratio und Gefühl, zwischen dem Seienden und dem Werdenden, der Idee und ihrer Verwirklichung. Er beschreibt ein ursprüngliches Chaos, aus dem die Schöpfung mit ihren Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft in der Vielfalt all ihrer verschiedenen Formen hervorgeht.

In ihrer neuesten Produktion verleiht Choreografin Nanine Linning diesem rätselhaften Ort allen Werdens eine sinnliche Bühnenexistenz. Linning’s KHÔRA übersetzt Platons Entstehungsmythos in ein eindrucksvolles Tanzereignis, in dem das Spiel der Elemente nicht nur in einer explosiven Körpersprache und mitreißender Musik seine Entsprechung findet, sondern auch in spektakulären Kostümen, kunstvoll inszenierten Lichteffekten und Projektionen sowie einem innovativen Bühnenkonzept, das es ermöglicht alle fünf Sinne des Zuschauers anzusprechen.

Den sinnlichen Höhepunkt bildend, endet die Vorstellung in einer Feier auf der Bühne – für Publikum wie Mitwirkende.