Hieronymus Bosch

Hieronymus Bosch wurde um 1450 in ’s-Hertogenbosch geboren. 1481 heiratete er eine Patriziertochter, die ein Haus sowie ein Landgut in die Ehe einbrachte. Das verhalf Bosch zu einer größeren Unabhängigkeit. 1488 trat er der religiösen Bruderschaft Unserer Lieben Frau bei, einem elitären Zirkel von etwa 60 Personen. Diese geschworenen Brüder kamen in der Regel aus der höchsten städtischen Schicht und waren meist weltliche Priester, die teilweise zugleich Notare waren. Ferner gab es unter ihnen Ärzte und Apotheker sowie einige wenige Künstler. Die Bruderschaft pflegte Kontakt zu den höchsten Kreisen des Adels, der Geistlichkeit und der städtischen Elite in den Niederlanden.

Bosch malte für die städtische Elite und den holländischen Hochadel. Werke wie »Der Heuwagen« und »Der Garten der Lüste« waren mit ihren Motiven eindeutig nicht für einen Altar gedacht, sondern zur Beeindruckung und Unterhaltung eines höfischen Publikums.

Bosch starb im August 1516. In 2016 wird ganz gewiss weltweit seinem 500ten Todestag gedacht.